7G: Südtirol - unsere erste Auslandsreisein der Oberstufe

Zum ersten Mal in der Oberstufe hatten wir die Möglichkeit eine ganze Woche zusammen mit der Klasse zu verbringen. Gemeinsam mit Herr Professor Reischl und Frau Professor Desch begann unsere Reise am Montagmorgen nach Südtirol. Nach knapp 6 Stunden Anreise kamen wir an der Talstation der Seiser Alm Bahn an. Nach einer kurzen Gondelfahrt befanden wir uns schon auf der Seiser Alm-Plateau, der größtenHochalm Europas. Nach kurzer Beratungbestiegen wir dann eine kleine Anhöhe, wo wir auch unser erstes gemeinsames Gipfelkreuz auf 2176m erklommen haben. Am nächsten Tag folgte dann eine Führung durch das Schloss Tirol mit anschließender Wanderung entlang eines Waal-Bewässerungsbaches durch die typischen Südtiroler Weinanbaugebiete. Gegen Abend wurden wir dann noch von einem Gewitter überrascht, was uns aber nicht von einem gemütlichen und vor allem leckeren Abendessen in Meran abhalten konnte.  

Den Mittwoch begannen wir mit einer Wanderung zu den berühmten Erdpyramiden am Ritten, genauer jenen bei Lengmoos, welche eiszeitliche Relikte der Verwitterung darstellen und durch ihre Steinplatten ziemlich seltsam aussehen. Es folgte die Fahrt zum Montigler See, wo wir einige angenehmenStunden im Strandbad verbrachten. Trotz seiner beachtlichen Tiefe von 18m (8m Tiefe am Rand), hatte der idyllische Badesee 25 Grad, was sogar um einiges wärmer war, als das angrenzende Kinderbecken. Am späten Nachmittag fuhren wir nach Bozen in das Südtiroler Archäologiemuseum, wo wir die Gletschermumie „Ötzi“ sehen konnten. Wir waren alle erstaunt, als wir erfuhren, dass Ötzi keines natürlichen Todes gestorben war, sondern wahrscheinlich ermordet wurde. Dies ist unter anderem eines der ältesten Kriminalrätsel unserer Zeit. Später bekamen wir die Möglichkeit Bozen noch einmal selbst zu erkunden. Danach trafen wir uns für die anstehende Führung am Waltherplatz (..von der Vogelweide). Bei diesem entspannten Rundgang durch die Bozener Altstadt erhielten jede Menge Informationen über die Geschichte Südtirols und die verschiedenen Gesellschaftsschichten. Vor allem die Diskussion über die Autonomie war für uns eine interessante und lehrreiche Geschichtsstunde. 

Der Donnerstag, unser letzter ganzer Tag, startete mit einem sehr engagierten Vortrag eines jungenheimischen Apfelbauern. Dieser lebt wortwörtlich für den Apfelbau und erklärte uns alles, was man über Südtiroler Äpfel wissen muss. Im Anschluss an den Vortragkredenztenuns die Eltern des Hauses einen hausgemachten Apfelstrudel, Apfelsaft und Apfelkuchen. Wir wurden rundum wärmstens versorgt, sodass man sich fast wie zu Hause fühlte. Den Nachmittag verbachten wir am Kalterer See, dem wärmsten See Südtirols. Mit Tretbooten erkundeten wir den See und hatten als Klasse jede Menge Spaß, unter anderem auch beim Beachvolleyball und Baden.  

Am Freitag, unserem letzten Tag, machten wir noch einen kurzen Stopp in Brixen, um dorteinen kurzen Rundgang durch die Altstadt zu absolvieren, bevor wir dann endgültig die Heimfahrt nach Hause antraten.  

Zusammengefasst kann man sagen, dass es bis jetzt mit Sicherheit eine der schönsten Erfahrungen unserer Oberstufenzeit war, da es unsere erste längere gemeinsame Unternehmung mit der ganzen Klasse war. Dadurch wurde auch der Klassenzusammenhalt und die Klassengemeinschaft um sehr viel verbessert. Alles in allem kann man auf eine wunderschöne Klassenfahrt zurückblicken.  

 

Noah Reidinger, 7G