PREMIERE: Zwei Uraufführungen durch das Gymnasium Schärding

Speziell für zwei Musikensembles unserer Schule wurden Vokalkompositionen maßgeschneidert: Für die Chorklasse 3M und die allererste Vokal-Borg Klasse 5BV! Diese Kompositionsaufträge erklangen am Samstag, den 18. April bei einer Konzertreihe, die seit einigen Jahren vom Land Oberösterreich ausgeschrieben wird. So hieß es Samstag früh morgens "ab in die Schule" und Abfahrt mit dem Bus nach Gunskirchen, wo das Konzert dieser "zeitgenössischen Kompositionen" stattfand. Bravo den Schülerinnen und Schülern unter der künstlerischen Leitung von Mag. Florian Hutterer, die deren übliches Terrain der populären Musik verlassen haben und sich über diese neuen Klänge trauten!

Information zu den ECDL-Prüfungen

Die Anmeldung zu den ECDL-Prüfungen ist ab sofort möglich für Schülerinnen und Schüler ab der 8. Schulstufe. Für nähere Informationen beachtet bitte die Aushänge an den Türen der EDV-Räume. Auskünfte gibt es auch bei Prof. Karl Bernauer und den Info-Lehrern.

Literaturprojekt der 8 BB

Literaturprojekt der 8 BB mit feierlichem Abschluss bei einem Symposium in der Linzer Arbeiterkammer

Mit der aktiven Teilnahme am Hermann-Langbein-Symposium, das am 13.4.2015 über die Bühne des Kongresssaales in der Linzer Arbeiterkammer ging, schloss die Maturaklasse 8 BB ein aufwendiges Literaturprojekt ab. Im Mittelpunkt stand dabei Literatur zum Thema „Nationalsozialismus“ und im Besonderen Ludwig Lahers Roman „Bitter“, in dem es um einen Innviertler Kriegsverbrecher geht.

Das Thema wurde von den 20 SchülerInnen im Deutschunterricht von Prof. Matthias Part aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet. Dazu zählte etwa ein ORF-Film über das „Mordschloss Hartheim“ bei Alkoven, in dem rund 30.000 „Behinderte“ von den Nazis als „unwertes Leben“ ermordet wurden. Der gebürtige Riedauer Franz Rieger hatte dazu 1985 den lesenswerten Roman „Schattenschweigen oder Hartheim“ veröffentlicht, der in Auszügen besprochen wurde. Zudem sammelten die 17 jungen Frauen und drei jungen Männer Medienberichte im Zusammenhang mit dem 70. Jahrestag der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz. Besonders berührend waren auch die Feldpostbriefe sowie weitere persönliche Dokumente aus jener Zeit, die Lisa Huber und Verena Steibl von ihren im Russlandfeldzug leidenden Großvätern und anderen Angehörigen im Unterricht präsentierten.


Roman über Innviertler NS-Verbrecher

Im Zentrum der literarischen Beschäftigung stand Ludwig Lahers 2014 erschienener Roman „Bitter“. Dieser erzählt eine Geschichte, die sowohl wegen ihres Inhalts als auch dank ihrer beeindruckenden Umsetzung wohl niemanden kalt lässt: nämlich die eines oberösterreichischen, auch in Schärding lebenden NS-Verbrechers, der zum Massenmörder wurde und trotzdem glimpflich davonkam.
Der Roman, der auf Lahers gewohnt intensiver Recherche basiert, ist beim deutschen Wallstein Verlag erschienen. Noch vor dem 1. von 10 Kapiteln wird klargestellt, dass es eine reale Entsprechung zur Romanfigur gibt, diese aber einen anderen Nachnamen trägt (einmal googeln und man weiß Bescheid, um wen es sich konkret handelt): „Fritz Bitter ist das gewissenhaft zusammengetragene Produkt von Dokumenten und Selbstzeugnissen, von Erinnerungen der Lebenden und der Toten, vor allem der Toten, zu denen sich während des langsamen Entstehens des Buches noch weitere gesellen, denn aus dem Ärmel schütteln lässt sich bei solch einer Ausgangslage nichts.“
Der Erzähler bemüht sich darum, Distanz zu bewahren, aber es fällt ihm zunehmend schwerer. Auf Seite 119 nennt er sich sogar erstmals selbst und auf S. 202 bezeichnet er sich sogar als einen sarkastischen Erzähler. Kein Wunder angesichts dessen, was er zu erzählen hat: den aufhaltsamen Aufstieg eines charmanten, frauenbetörenden, fleißigen Innviertlers zu einem skrupellosen und grausamen NS-Verbrecher, der u.a. als Gestapo-Chef in Wiener Neustadt, Charkow und Verona über Leichen geht, um Karriere zu machen. Über einzelne wie die seines Schwagers oder über massenhaft viele, die zu Tode gefoltert, erschossen oder vergast werden.
Der Verbrecher lügt, dass sich die Balken biegen, und kommt damit weitgehend durch. Bitter ist kein Einzelfall. Er hat, wie Laher zeigt, leider System. Der Autor, 1955 in Linz geboren und in St. Pantaleon und Wien zuhause, gelingt es nach dem 2001 bei Haymon erschienenen, samt Taschenbuchausgaben rund 70.000-mal verkauften Roman „Herzfleischentartung“ ein zweites Mal, mittels eines Dokumentar-Romans die größte Barbarei des 20. Jahrhunderts mehr als nur spürbar zu machen.

Rezensionen, Landkarten, Namensregister und mehr

Die 20 SchülerInnen lasen und analysierten drei Rezensionen zum Roman. Mehr als 60 waren dazu im deutschen Sprachraum erschienen. Nur eine davon – in der österreichischen „Presse“ – war ein sogenannter „Verriss“. Die Lektüre von „Bitter“ ist sowohl inhaltlich als auch formal und sprachlich eine besondere Herausforderung. Auch für eine BORG-Maturaklasse wie die 8 BB, welche diese Herausforderung aber mit Bravour annahm, selbst wenn dies nicht immer leicht fiel. Um das schwierige Unterfangen übersichtlicher zu gestalten, konstruierten Evelin Burgholzer und Viktoria Berghammer Landkarten, auf denen die zahlreichen Orte zu sehen waren, wo Bitter seine fürchterlichen Spuren hinterließ. Theresa Brait und Tina Mühlböck erstellten ein sehr ausführliches Namensregister.
Benedikt Schweizer, historisch besonders interessiert, setzte sich mit dem Charkower Kriegsverbrecherprozess auseinander, der für den Roman eine besonders wichtige Grundlage darstellte. Sophie Bründl hatte sich – unabhängig von dem Literaturprojekt zu „Bitter“ – bereits in ihrer vorwissenschaftlichen Arbeit mit Büchern der KZ-Überlebenden Eva Mozes Kor und Ruth Klüger beschäftigt.
Nachdem im Roman davon erzählt wird, dass Menschen auf dem Weg ins KZ auch auf dem Schärdinger Bahnhof „zwischengelagert“ wurden, startete die gesamte Klasse eine kleine Umfrage, wer davon überhaupt Kenntnis hat. Von 60 Personen, darunter auch ältere im familiären Umfeld, wusste nur eine einzige davon – vom Hörensagen.
Die 8 BB arbeitete dazu, aber auch weit darüber hinausgehende Fragen an den Autor aus, von denen eine gleich per Mail an ihn gestellt wurde. Nämlich jene nach der genauen Wohnadresse der Hauptfigur des Romans in Schärding, worauf Autor Ludwig Laher keine klare, aber doch sehr aufschlussreiche Antwort gab. Denn diese Adresse habe ihn nie sonderlich interessiert. „Ich hätte sie wahrscheinlich sehr wohl bei seiner mittlerweile verstorbenen Nichte, der wichtigsten Zeitzeugin für meine Arbeit, erfahren können, aber mein ohnehin so faktenreicher Roman sollte nicht mit Randdetails garniert werden (nur Schärdinger werden neugierig sein, wo genau das Domizil war), also begnügte ich mich mit Frau Schmirls Hinweis, sie hätten in der Stadt gewohnt. Im Unterschied zu anderen geographischen Orten, die ihrer Funktionalität wegen genauer beschreiben werden (Wohnung Schmirl / Schmerl in Linz gleich beim Gestapo-Hauptquartier; Gestapo-Villa in Wiener Neustadt auf dem ehemaligen Glacis usw.)“ spiele die Wohnung in Schärding keine Rolle.
Kerstin Doblmayr und Benedikt Schweizer stellten am 13.4. auf dem Podium im sehr großen und mit den Zeitzeuginnen Anna Hackl und Käthe Sasso, mit Prominenten, Lehrkräften und Schülern voll besetzten AK-Kongresssaal in Linz Ludwig Laher weitere Fragen im Rahmen des Hermann-Langbein-Symposiums. Dieses wurde von der „ORF-Oberösterreich-Frontfrau“ Sabine Fürst moderiert. Die Fragen der 8 BB wurden nicht nur vom Autor selbst als sehr anregend, interessant und positiv aufgenommen.

Bestseller- und Longseller-Autor Ludwig Laher im Gespräch mit Kerstin Doblmayr und Benedikt Schweizer in der AK Linz, Foto: Matthias Part

 

Die 8 BB mit Medienberichten an der Tafel und im Internet zum 70  Jahrestag der Befreiung von Auschwitz, Foto: Lena Rossgatterer

Die erste CD der „Legits“ im Gym-Musiksaal präsentiert

Richtig gute Rockmusik war beim Live-Konzert der fünfköpfigen Band „The Legits“ zu hören, die am 11.4.2015 im Musiksaal unter viel Applaus ihre erste CD „Human Machines“ präsentierte. Kopf der Gruppe ist Lukas Moser aus Münzkirchen, ehemaliger „Chef“ der Gym-Schulband, der jetzt in Wien Gitarre studiert. Er spielt nicht nur die Lead-Gitarre, sondern hat auch sämtliche Texte, Kompositionen und das Cover sowie das übrige CD-Design kreiert. Sänger Michael Angermayr maturierte auch am Gym Schärding. Kevin Indinger (Bass) war bis zur 4. Klasse in dieser Schule. Weiters bereichern Wolfgang Stulla (Rhythmus-Gitarre) und Josef Schneglberger (Schlagzeug) die Band.
Einen besonderen Dank zollte Lukas Moser am Ende des eineinhalbstündigen Konzerts, das ausschließlich aus eigenen Nummern bestand, seinem ehemaligen Gym-Musiklehrer Prof. Franz Lehner, ohne den er laut eigener Auskunft wohl nie zur „Klampfe“ gegriffen hätte.

The Legits bei der Live-Premiere ihrer CD Human Machines am 11 4 2015 im  Gym-Saal SD, Foto: M. Part

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Erste Eindrücke von der Projektwoche an der Cote d´Azur

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dänische Schüler besuchen Schärding von 22.-27.3.

Hjertelig velkommen!

So würde man Gäste auf Dänisch begrüßen- wenn man Dänisch könnte.

Können wir aber nicht, und so unterhalten wir uns mit unseren dänischen Austauschschülern auf Englisch. Und bald reden wir auch mit unseren österreichischen Freunden, Eltern und den Kellnern Englisch, was oftmals zu Verwirrungen führt. Und da unsere Gäste neben den Ausflügen nach Linz und Salzburg, um die schönen Städte Österreichs kennenzulernen, auch zwei Schultage mit uns verbringen, damit sie auch wissen, wie unser Schulalltag so aussieht, müssen auch die Lehrer auf Englisch unterrichten.

Dafür werden sie aber auch belohnt- mittwochabends werfen wir uns in Lederhosen und Dirndl und gönnen uns, begleitet von einigen Lehrern, ein Bratl in der Bums’n. Bei dieser Gelegenheit singen wir auch einige typisch österreichische und dänische Lieder.

Außer diesen Liedern lernten wir auch noch viele Unterschiede zwischen Dänemark und Österreich kennen- angefangen vom Beginn des Unterrichts (viel später als bei uns!) über das gesamte Schul- und Notensystem bis hin zur Währung und den Preisunterschieden mancher Dinge (z.B. Bier oder Schuhe).

Auch wenn es teilweise sehr anstrengend ist, auf Deutsch und Englisch zu reden und alles zu erklären, verbrachten wir eine sehr schöne Woche mit den dänischen Schülern und freuen uns auf die Woche, die wir in Dänemark verbringen dürfen.

Wie immer ein Dank an unseren geschätzten Klassenvorstand Mag.a Uta Sänger, die mit viel Bemühen und Arbeit diesen Austausch organisiert hat, und ein Thank you an alle unsere Lehrer, die sich überwunden haben, auf Englisch zu unterrichten.